Hintergund
5 am Tag ist eine Kampagne der Deutschen Krebsgesellschaft und ihrer Ländergesellschaften.
Zusammen mit dem im Januar 2000 gegründeten 5 am Tag-Verein und vielen Partnern aus dem Ernährungs- und Wirtschaftssektor soll die Botschaft, fünfmal am Tag Obst und Gemüse zu essen, verbreitet werden.
Vorbild der Aktion ist die Anfang der 90er Jahre vom Nationalen Krebsforschungsinstitut der USA gestartete Initiative 5 a day – for better Health. Die zu dieser Zeit veröffentlichten Übersichtsarbeiten von Steinmetz und Potter über das Thema Krebs und Ernährung und die krebsrisikosenkenden Faktoren von Obst und Gemüse bildeten die Grundlage der Initiative.
Als Initiator der 5 am Tag-Kampagne in Deutschland organisierte die DKG in Zusammenarbeit mit Professor Biesalski, Universität Stuttgart-Hohenheim, 1996 die Konsensuskonferenz Ernährung und Krebs der WHO in Stuttgart (27.-29.11.1996). Auf der anschließenden wissenschaftlichen Konferenz, präsentierte Frau Jerianne Heimendinger (Wissenschaftlerin am AMC Cancer Research Center Denver) das 5 a day-Programm der USA. Im Rahmen der Veranstaltung beschlossen die anwesenden Vertreter der Ländergesellschaften die Umsetzung des Programms in Deutschland.
Die Konkretisierung der Kampagne unter Einbeziehung der Ländergesellschaften erfolgte in den Jahren 1996 bis 1999. Offizieller Start der bundesweiten 5 am Tag-Kampagne war die Europawoche gegen den Krebs 1999 zum Thema Krebs und Ernährung.
Innerhalb eines Zeitraumes von 5 Jahren sollte anhand verschiedener einzelner Aktionen, auf bestimmte Zielgruppen zugeschnitten, das Thema 5 am Tag bei einem möglichst großen Teil der Bevölkerung publik gemacht werden.
Die Arbeitsgruppe Prävention der Ländergesellschaften der DKG beschloss für die Zielgruppe Kinder im Mai 2001, das Thema 5 am Tag für Kids als gemeinsames zentrales Präventionsprojekt aufzunehmen und unter dem Dach der 5 am Tag-Kampagne ein Aktionskonzept zu entwickeln.
Der Verein 5 am Tag e.V. ist Teil eines breiten internationalen Netzwerkes mit Kampagnen in den USA und vielen europäischen Ländern.
In Deutschland sind zahlreiche Organisationen aus den Bereichen Gesundheit, Handel, Erzeuger und Wissenschaft für 5 am Tag aktiv. Die Schirmherrschaft haben das Bundesministerium für Gesundheit und das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft übernommen. Das EU-Programm Europa gegen den Krebs unterstützt die Kampagne.
Die 5 am Tag-Kampagne wird von Ernährungswissenschaftlern und Medizinern wissenschaftlich begleitet und unterlegt. Hierzu gehören z.B. Prof. Biesalski von der Universität Stuttgart-Hohenheim, Prof. Rechkemmer vom Institut für Ernährungsforschung in Karlsruhe und Dr. H. Oberritter von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn. Sie legen die Grundlagen von 5 am Tag fest und forschen nach neuen Erkenntnissen. Der wissenschaftliche Beirat der 5 am Tag-Aktion geht von 250 überwiegend epidemiologischen Studien aus, die belegen, dass der tägliche Verzehr von mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs und anderen Zivilisationskrankheiten zu erkranken, entscheidend verringert.
Die Finanzierung von 5 am Tag erfolgt durch Mitgliedsbeiträge im Verein sowie Einnahmen durch den Verkauf von Materialien und Lizenzen.