Sonne mit Vernunft
Im Schatten ist die Sonne am schönsten
Im Rahmen der Kampagne „Sonne mit Vernunft genießen“ der Europäischen Gemeinschaft steht der vernünftige, verantwortungsvoll Umgang mit der Sonne im Mittelpunkt.
Dadurch kann der Entstehung von Hautkrebs am sichersten vorgebeugt werden. Der Krebsverband Baden-Württemberg, die Tumorzentren, die Hautärzte und die Arbeitsgemeinschaft für Gesundheit Baden-Württemberg beraten und unterstützen dabei, einen besseren Schutz vor UV-Strahlung zu erreichen.
... denn unsere Haut vergisst nichts!
Sonne fördert Lebensfreude, stärkt den Knochenaufbau und das Immunsystem. Ein zuviel an UV-Strahlung und der Wunsch nach Bräune um jeden Preis hat in den letzten Jahren zu einem alarmierenden Anstieg von Hautkrebserkrankungen geführt. In seinen Kampagnen und Aktionen stellt der Krebsverband Baden-Württemberg den vernünftigen, verantwortungsvollen Umgang mit der Sonne in den Mittelpunkt. Die Sonne zu genießen, aber sich auch bewusst zu schützen muss kein Gegensatz sein.
Und so können wir uns schützen
Der beste Schutz vor intensiver Sonne ist der Schatten und unsere Kleidung. Insbesondere während der Mittagszeit von 11 bis 15 Uhr ist direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Auch sonst sollten Sie unbedeckte Haut und Augen schützen.
Schutzmaßnahme | Lichtschutzfaktor |
Dichte Baumwollkleidung | ca. 40 |
Schatten unter einem Baum | ca. 5 - 15 |
Leichte Baumwollkleidung | ca. 10 |
Sonnenhut mit breitem Rand | ca. 10 |
Schatten unter einem Sonneschirm | ca. 5 |
Die Haut vor Sonnenbrand schützen
Als unser größtes Organ ist die Haut für uns besonders wichtig. Deshalb sollten wir ihrem Schutz viel Aufmerksamkeit schenken. Ein Schutz vor Sonnenbrand ist besonders für die unbebräunte Haut erforderlich, die durch UV-Licht sehr schnell verbrennen kann. Die langsam gebräunte Haut hingegen kann UV-Strahlen bis zu 10mal besser ertragen. Ihr Hauttyp ist ausschlaggebend dafür, wie lange Sie zu beginn in der Sonne bleiben können.
Hauttyp | Kurzbeschreibung | Reaktion in der Sonne | In der Sonne |
Typ I | Haut: auffallend hell, blass | Sonnenbrand: | 10 Min Anfangszeit |
Typ II | Haut: etwas dunkler als Typ I | Sonnenbrand: | 15 Min Anfangszeit |
Typ III | Haut: hellbraun | Sonnenbrand: selten, mäßig | 20 Min Anfangszeit |
Typ IV | Haut: braun | Sonnenbrand: kaum | 30 Min Anfangszeit |

Je jünger, desto wichtiger:
Der Schutz der Haut vor Hautkrebs
Das Hautkrebsrisiko wird bereits in Kindheit und Jugend angelegt. Die starke Zunahme von Hautkrebs ist größtenteils auf vermehrte Sonneneinstrahlung im Kindes- und Jugendalter zurückzuführen. Besonders beim Urlaub in südlichen Ländern sollten Sie Ihre Kinder vor zuviel Sonne schützen. Auch hier ist der beste Schutz der Schatten und die Kleidung. Wenn Ihre Kinder - z.B. beim Baden - direkt der Sonne ausgesetzt sind, sollten Sie besonders wirksame Sonnenschutzmittel für sie verwenden (Lichtschutzfaktor zwischen 20 und 30). Achten Sie darauf, dass diese Mittel gegen UVA- und UVB-Strahlung schützen und möglichst wasserfest sind. Auch Erwachsene müssen bei andauernder Sonneneinstrahlung mit einer Erhöhung des Hautkrebsrisikos rechnen. Wählen Sie auf jeden Fall solche Sonnenschutzpräparate, die sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlung in etwa demselben Maß schützen. Cremen Sie sich und Ihre Kinder sorgfältig ein, bevor Sie in die Sonne gehen. Wiederholen Sie es mehrmals täglich, insbesondere nach dem schwimmen.
Wahl der Lichtschutzfaktoren für Kinder | |
Ungebräunte Haut | ca. 20 - 30 für UVA und UVB |
Vorgebräunte Haut | ca. 10 - 20 für UVA und UVB |
Wahl der Lichtschutzfaktoren für Erwachsene | |
Ungebräunte Haut | ca. 12 - 20 für UVA und UVB |
Vorgebräunte Haut | ca. 6 - 12 für UVA und UVB |
Die Wirkung der UV-Strahlung
Unter UV-Strahlung versteht man das unsichtbare, energiereiche Licht, dass ein Teil der Sonnenstrahlung ist. Die UV-Strahlung ist die Hauptursache für Alterungsschäden der Haut. Die Folgen der UV-Strahlung können Zellveränderungen, Krebsvorstufen und im schlimmsten Fall Hautkrebs sein.
Entscheidend ist die Früherkennung
Die Haut vergisst keinen Sonnenbrand. Das Risiko, an verschiedenen Hautkrebsarten zu erkranken, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Sonnenbedingte Hautveränderungen und Hautkrebs bilden sich am häufigsten auf sogenannten Sonnenterassen des Körpers (Ohrspitzen und Ohrmuscheln, Nase, Wangen, Unterlippe, Glatze und Handrücken), aber auch an allen anderen Stellen des Körpers.
Sollten Sie langsam wachsende, hautfarbene, teilweise gerötete Knötchen der Haut, abgegrenzte Hautstellen mit Schuppen oder Hornbildung oder kleine, nicht anheilende Wunden entdecken, suchen sie bitte einen Arzt auf. Achten sie besonders auf pigmentierte Haut. Verändert sich ein Hautmal in seiner Form, Größe, Färbung, juckt oder blutet es, sollten Sie zu einem Arzt gehen. Nur dieser kann entscheiden, ob eine Hautveränderung harmlos ist.
Achten sie auch bei Ihrer Familie auf Hautveränderungen.
Ab dem 01. Juli 2008 wird für Frauen und Männer ab 35 alle zwei Jahre die standardisierte Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Zur Durchführung berechtigt sind Allgemeinmediziner bzw. praktische Ärzte, Internisten und Hautärzte, die eine entsprechende Weiterbildung vorweisen können.
